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Ménage à trois – Zwischen Haltern, Lüdinghausen und Dülmen

Ménage à trois – Zwischen Haltern, Lüdinghausen und Dülmen. Auch wenn in einer „Ménage à trois die Liebe nicht immer den Platz eins auf der Richter scala erhält, so sind es zumindest  die Rosen, die  unangefochten  mit der Liebe gleichgestellt werden. So beginnt auch heute standesgemäß meine Tour zwischen den drei Städten in einem Rosengarten bei Seppenrade. Seppenrade ist als eines der bundesdeutschen Rosendörfer weit über das Münsterland hinaus bekannt. Bereits Ende der 1960er Jahre begannen Seppenrader Bürger mit dem Anlegen der ersten Beete zu einem kleinen Rosengarten. Die Pflege oblag damals noch einigen wenigen, den sogenannten Rosenfrauen. Heute wird der Garten durch das Ehrenamt gepflegt.

 

 

Die Tour führt mich weiter in Richtung Hullern, wo auch schon die erste Talsperre nach einem  Zwischenstopp an einer kleinen Kapelle auftaucht. Ein Trinkwasserversoger nutzt die aufgestaute Stever zur Trinkwassergewinnung, und das Gebiet dient dem Besucher zur Erholung.

 

 

Die Stever ist die Verbindung zwischen dem Halterner- und Hullerner Stausee. Hat man dieses Teilstück passiert, bekommt man einen besonderen Einblick auf dem Halterner Stausee, und man erkennt ganz gut die Größe dieses Sees. Borkenberge heißt das nächste Ziel und es ist schon unglaublich, wie schnell sich die Natur in Ihrem Aussehen verändern kann. Der ehemalige Truppenübungsplatz Borkenberge gilt als Sperrgebiet: Er darf nicht betreten werden. Nur eine etwa 5km lange ehemalige Militärstraße ist freigegeben. Besucher können das Naturschutzgebiet zwischen Haltern und Lüdinghausen durchqueren, dürfen die ausgewiesenen Wege aber nicht verlassen. Borkenberge ist heute als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Es ist eine Heide- Sand – und  Moorlandschaft. Es scheint, als wäre die Zeit dort stehen geblieben.

 

 

Über Felder- und Wirtschaftswegen geht es über die flache Landschaft in Richtung Lüdinghausen. Lüdinghausen ist nicht nur bekannt durch das Wasserschloss, gemeinsam mit den Burgen Vischering und Wolfsberg hat Lüdinghausen drei Burganlagen auf dessen Stadtgebiet. Auch ist die Hexenverbrennung ein Teil der Stadtgeschichte. Stina Jute, die eigentlich aus Lünen kam, wurde der Sage nach 1649 in Lüdinghausen als letzte Hexe verbrannt. Da Anfang des 17. Jahrhunderts der 30-jährige Krieg tobte und zu der Zeit die Hexen verfolgt wurden, war dieses Ereignis nicht außergewöhnlich.

 

 

Bevor ich meinen Startpunkt in Seppenrade wieder erreiche, führt der Weg in weitem Bogen durch die Seppenrader Schweiz. Man trifft auf eine überraschende Landschaft mit sanften Hügeln und tief eingeschnittenen Tälern. Es bieten sich weite Blicke in die Landschaft des Münsterlandes.

 

 

 

Fazit

Eine schöne Dreiecksbeziehung zwischen Stadt  Land und Fluss, wobei das tiefe Münsterland, und die Region Ruhgebiet nur ein Steinwurf entfernt ist.

 

 

 

 

 

volle Distanz: 52.43 km
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