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Recklinghausen – Mon Cenis, ein Drachen und die Sternstauner

Mon Cenis, ein Drachen und die Sternstauner. Was sich im ersten Moment anhört wie ein Kinder Fantasy Roman ist in Wirklichkeit jeden Tag mit dem Rad oder zu Fuß besuchbar. Berge, gemacht von Menschenhand begleiten die Tour. Hier nennt man sie „Halde“. Entstanden aus den Abfallprodukten der Kohlegewinnung. Renaturiert versteht sich. Kohle, hier ganz allgegenwärtig, ein Kult, eine Vergangenheit, viel mehr ein Stück Geschichte.

 

 

Ein Kumpel des Herzens ist auch Herne. Hier beginnt meine Tour bei einer Landmarke. Hinauf zum ehemaligen Zechengelände Mon Cenis. Dort steht heute eine Akkademie. Die Akkademie Mon Cenis. Gläsern ist dort alles, durchschaubar, hier und da ein Brautpaar welches diese surreale Kulisse für schöne Fotos nutz. Atemberaubend – die Grösse des Gebäudes, aber mit viel Wärme.

 

 

Ausgetrickst, ein Fauler Zauber, dennoch voll Magie

 

Weiter duch die Felder und alten Bahntrassen die zu Radwegen umfunktioniert worden sind, entlang Schrebergärten, alten Zechenhäusern und moderen Diskountergeländen. Multikuli allgegenwärtig, und überall die Farbe Königsblau mit passenden S04 Logo. Viele Straßen sind so unglaublich hässlich. Selbst der Belag will nicht mehr.

 

 

Heruntergekommene Fassaden, beschmierte Wände, Fahnen auf denen in Altdeusch geschrieben „Glück auf“ oder „Pott“ prankt. Wer es mag wills nimmer missen. Kurz bei Recklinghausen Hochlamark begrüsst mich die Drachenbrücke. Wie ein Riese steht der Hals gehn Himmel, und im Tal die alte Zeche von Recklinghausen. Das Ruhrgebiet, einst der Siegfried, einst der Drachentöter! Heute mehr der Siegfried und der Roy. Ausgetrickst, ein Fauler Zauber, dennoch voll Magie.

 

 

Hoch hinauf, immer Zick Zack zur Halde Hoheward. Das Plateau der Halde breitet sich in alle Richtungen wie ein Horizont aus. Auf dem Gipfelplateau wurde 2008 das Horizontobservatorium gebaut. Himmelsbeobachtung und Sternstaunen. Wäre da nicht der Bauzaun. Ein Bauzaun der das Plateau umschließt. War wohl nix.

 

 

Kaputt das Ding, und das schon ein Jahr nach Bebauung. Nix halbes, und nix ganzes, so wie die Autobahnen vor Ort. Scheint Mentalität zu sein. Dann nach Zeche Ewald zurück nach Herne. Alles sehr imposant. Alles ist „Think Big“ alles Marode und alles ein wenig auf Kulturlandschaft getrimmt.

 

 

Fazit: Für mich „Reizüberflutung“ Irre im positiven Sinne… ab nach Hause. 3 Grad macht kalt.Das Ruhrgebiet jedoch nicht. Hier kommt die Wärme von innen!

 

 

Gesamtstrecke: 34.65 km
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