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Kemnader See – Zappeln erlaubt!

Kemnader See – Zappeln erlaubt! Es ist paradox. Einerseits wird beklagt, dass sich Kinder zu wenig bewegen. Andererseits müssen sie gerade in dem Alter, wo ihr Bewegungsdrang am stärksten ausgeprägt ist, einen Löwenanteil ihrer Zeit auf Stühlen verbringen. Schule, das bedeutet oftmals stillsitzen.

Eine Abhilfe garantiert der Kemnader See. Der Kemnader See liegt zwischen Bochum, Witten und Hattingen und zieht als beliebtes Ausflugsziel Outdoor-Fans von weit her an. Verwunderlich ist das nicht, denn die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung vor Ort sind fast unendlich. Biken, Wandern, Surfen, Segeln, Skaten oder Tretbootfahren sind nur einige Möglichkeiten dem Stillsitzen entgegenzuwirken. Gerade die Inline- Skater haben hier vor Ort ihr Mekka des Rollensports gefunden. Eine eigene Route für Skater führt um den See, und das besondere: Die (Inliner)Route wird ganzjährig  nachts beleuchtet.

 

 

Die Radel Tour hingegen beginnt für mich am Hafen, in Richtung der alten Ruhr – In – Linie. Es ist noch sehr früh aber auf den Wegen am See ist schon eine Menge los. Ein paar Höhenmeter begleiten hier und da die schmalen Wege, und eine Wehrbrücke die das Wasser in die Ruhr fließen lässt, lädt kurz zum verweilen ein.

 

 

Folgt man der Ruhr etwas abseits vom Kemnader See, so kann man in der Ferne auch die Schloss-Ruine Blankenberg sehen. Der Leinpfad an der Ruhr ist schon etwas Besonderes. Hier ist es sehr ruhig, und die Natur dominiert den Lebensraum am Wasser.

 

 

Hat man die Ruhr überquert, so gelangt man an die Wasserburg Haus Kemnade. Haus Kemnade steht als Zeugnis früher Baukultur (von der Gotik bis zur Renaissance) unter Denkmalschutz. Was auffällt sind die vielen Brücken.

 

 

Wo die einen Brücken alles andere als Fahrfreundlich sind, so zeigt die Autobahnbrücke an der A43 eine gelungene alternative den Mühlengraben zu überqueren. Unter der Autobahnbrücke hat man seitlich eine Fußgänger-Brücke montiert. Eine tolle Idee!

 

 

Am Rittergut Herbede vorbei folgt man der Ruhrhöhe abwärts zu einem Waldgebiet. Dort findet man auch den alten Stolleneingang mit dem Namen „Reiger“. „Reiger“ ist einer der vielen Stollen im Muttental.  Das Muttental war der Beginn der modernen Industrie am Ufer der Ruhr. Auch befindet sich dort die Burg Ruine Hardenstein.

 

 

Auf der kostenlosen ruhrtalFähre  treffe ich Helmut. Helumt ist einer von 22 ehrenamtlichen Fährmännern. Aus einem Qualifizierungsprojekt der WABE hat auch er die Prüfung zur Erlangung des Ruhrpatentes erfolgreich bestanden.

 

 

Helmut liebt seine Tätigkeiten auf dem Fährschiff und er erfreut sich täglich über die vielen Fahrgäste. Da die Fähre ehrenamtlich betrieben wird, kann man in kleinen Blauen Boxen die an der Reling befestigt sind eine Spende geben. Hat man die Ruhr wider überquert, so ist man in Kürze wieder am Startpunkt der Tour.

 

 

Fazit:

Eine Tour um den Kemnader – See ist immer eine Reise wert. Hier kann man mit der Masse seine Freizeit genießen, oder ganz für sich die Natur erkunden. Eine wunderschöne Ecke zwischen Bochum, Witten und Hattingen!

 

 

 

volle Distanz: 27.21 km
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One Comment

  • Uschi

    Sehr schöne Tour, sehr informativ geschrieben und diese typischen Fotos….mit absolutem Fahrrad-Herz gemacht!
    Weiter so, danke!
    Uschi

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