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Thorn – Die weiße Stadt

Thorn – Die weiße Stadt. Im Gegensatz zu Schwarz, der völligen Abwesenheit von Farbe, ist Weiß die Summe aller Farben des Lichts. Es verkörpert also physikalisch gesehen nicht das Nichts, sondern Alles. Weiß hat keinen negativen Zusammenhang, so ist sie die vollkommenste Farbe. Weiß symbolisiert: Licht, Glaube, das Ideale, das Gute, der Anfang, das Neue, Sauberkeit und Hygiene, Unschuld, Bescheidenheit, Wahrheit, die Neutralität, die Klugheit, die Wissenschaft, die Genauigkeit.

 

 

Die weiße Stadt


Weiß kann aber auch für Armut stehen. So auch in der frühen Zeit vom kleinen Dorf Thorn, im westlichen Teil von Limburg am Westufer der Maas.

 

Thorn ist heute bekannt als „ Die weiße Stadt“, was logischerweise für die vielen weiß getünchten Häuser im historischen Zentrum des Dorfes steht.

 

 

Das Dorf entstand zwischen dem neunten und dem zehnten Jahrhundert n. Chr., Nachdem das Sumpfgebiet um das Dorf abgebaut wurde. Am Ende des 10. Jahrhunderts wurde an dieser Stelle die Abtei von Thorn gegründet. Dieses Kloster war ein sogenannter Stift, durch den der Bischof weltliche Kontrolle hatte. Später wurde die Abtei von Thorn ein Kloster für edle Damen und gab der Abtei viel Kontrolle.

 

 

Die charakteristische weiße Farbe des Dorfes stammt aus der Zeit der französischen Herrschaft, wo die edlen Damen bereits nicht mehr anwesend waren. Die Franzosen wollten die großen Fenster, die in einem Haus waren, besteuern. Viele der armen Bewohner von Thorn mauerten Ihre Fenster zu, um die Steuerausgaben zu hintergehen. Um dieses Zeichen der Armut ein wenig zu verbergen, malten viele Bewohner ihr Haus weiß an, damit der frische Mauerübergang unentdeckt blieb.

 

 

Die heutige Radtour führte mich von Thorn nach Roermond Von Roermond über Maasbracht ins Historische Dorf Stevensweert, wo auch schon die „Dikke Werta“ (eine Kanone an der alten Zons von Stevensweert) zur Pause auf mich wartete. Ein kleines Stück über Belgien führte dann wieder zurück nach Thorn. Es wurden viele neue Wege gebaut, so dass die Navigation teilweise improvisiert werden musste. Auch heißt es wie immer: Geld für die Fähren nicht vergessen!

 

 

 

Schöne Wege und ein gut funktionierender Fährenverkehr für Wanderer und Fußgänger machen einen Tagesausflug in den Niederlanden zu etwas besonderen. Nirgendwo kann man schneller und schöner so viele kleine Dörfer besuchen, ohne Rücksicht auf den Wasserverlauf nehmen zu müssen.

 

 

 

Fazit: An dieser Tour lässt sich einfach nichts „Schwarzmalen“!

 

 

 

 

 

Gesamtstrecke: 43.75 km
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